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Kategorie: Hundeerziehung

golden retriever auf der wiese

Ich verstehe Sie

Ich verstehe Sie! Ich weiß genau, wie Sie sich fühlen. Ja wirklich!

Ich weiß, wie es ist, wenn man nur im Dunkeln mit dem Hund rausgehen möchte, damit man niemandem begegnet. Ich fühle mit Ihnen, wenn Sie in einer scheußlichen Gegend Gassi gehen, weil Ihnen da niemand begegnet. Und ich weiß auch, wie es ist, wenn man mit hochrotem Gesicht schleunigst die Szene verlassen möchte, weil man sich nur noch geniert.

 

Ich kenne dieses Gefühl, wenn der eigene Hund sich wieder einmal unmöglich aufführt und die ganze Nachbarschaft Zeuge ist. Die Hilflosigkeit, wenn jemand sagt: „Und? Was ist jetzt mit deinen neumodernen Methoden?“ Die Wut, weil der Hund ausgerechnet jetzt …. Die Einsamkeit, weil niemand mehr auf Besuch kommen und schon gar niemand mehr Sie einladen mag. Und die Scham, nicht einmal einen Hund vernünftig erziehen zu können!

 

 

Kollege Hund

Am 22. Juni ist der „Take Your Dog to Work Day“, der vor allem in Großbritannien gefeiert wird. Ich weiß gar nicht, ob es im deutschsprachigen Raum auch so einen Bürohund-Feiertag gibt, aber vielleicht kommt das ja noch. „Kollege Hund“ ist auch bei uns ein vielgewünschtes Modell und mit etwas gutem Willen und ebensolchem Training durchaus machbar.

 

schlafende Welpen

Mama, ich möchte einen Hund

„Mama, ich möchte einen Hund!“

Dieser Satz steht am Anfang mancher häuslichen Katastrophe. Was man sich so nett gedacht hat, sieht im Alltag völlig anders aus. Sei es, dass man den Arbeitsaufwand unterschätzt oder aber auch, dass man zu wenig darüber nachgedacht hat. Auch Hunde haben Bedürfnisse und als HundehalterIn ist man nicht nur für Ernährung, Schlafplatz und Ausgang zuständig.

 

 

Welpe mit Mama c)schuesu

Kein Welpe unterm Weihnachtsbaum

Seien Sie ehrlich!

Bitte prüfen Sie einige Punkte sehr kritisch, bevor Sie sich entscheiden, Ihr Leben mit einem Hund zu teilen. Stellen Sie sich zum Beispiel die folgenden Fragen:

 

  • Wie steht’s mit Ihrem Sauberkeitsbedürfnis?
  • Sind Sie bereit, bei jedem Wetter mit dem Hund spazieren zu gehen und Ihre Kleidung, Ihr Schuhwerk etc. darauf abzustimmen?
  • Macht es Sie verrückt, wenn das neue Auto voller Haare und Schlammspritzer ist?
  • Passt Ihre Art der Freizeitgestaltung zu den Bedürfnissen eines Hundes?
  • Wenn nicht, sind Sie bereit, auf Ihr geliebtes Hobby zugunsten des Vierbeiners zu verzichten?
  • Werden Sie auch in 10 Jahren noch Freude an Ihrem Gefährten haben, auch wenn er dann vielleicht krank und nicht mehr so attraktiv ist?
  • Sind Sie bereit, Zeit, Hirnschmalz und Geld in die Erziehung Ihrer Fellnase zu investieren. Den Sachkundenachweis in Salzburg z.B. sollten Sie bereits VOR Einzug Ihres neuen Gefährten absolvieren.
borderterrier mit schweinsohr c)schuesu

Zeit zum Heranwachsen

Über die Bedeutung der Sozialisierungsphase liest und hört man ja genug. Was so ein kleines Hunderl nicht alles kennenlernen muss. In der Praxis besteht allerdings die Gefahr, dass statt einer sensiblen Sozialisierung eine völlige Überforderung des Welpen stattfindet. Wie schon im letzten Blogartikel erwähnt, geht es meiner Meinung nach viel mehr darum, in diesem Lebensabschnitt dafür zu sorgen, dass Ihr Welpe ein positives Weltbild entwickelt und vertrauensvoll und mit gesunder Neugierde hinaus ins Leben geht.

Welpe sucht Schutz

Was Ihr Welpe wirklich lernen muss

Wenn ein Welpe einzieht, ist nichts mehr wie es vorher war. Selbst wenn Sie davor schon Hunde hatten, ein Welpe verändert alles. Schon die Vorfreude ist etwas ganz Besonderes, die Vorbereitungen auf den Tag X und die Pläne und Ideen, was man alles mit dem Hundebaby unternehmen wird. Nicht zu vergessen: das Einkaufen für das Hundekind! Und dann ist er da, der Fellzwerg, und stellt erst einmal alles auf den Kopf. Was für eine aufregende Zeit!

c) Susi Schütznger

Bitte nicht ärgern!

Ärger ist ein schlechter Ratgeber!
Natürlich habe ich Verständnis, wenn Sie sich gelegentlich über Ihren Hund ärgern – wer tut das nicht? Puh, und wie ich mich schon über meine Hunde geärgert habe! Und sie obendrein mit allerlei wenig schmeichelhaften Namen belegt. Genützt im erzieherischen Sinne hat das allerdings herzlich wenig. Denn in meinem Ärger war ich meinen Hunden vermutlich unangenehm oder gar unheimlich und ganz bestimmt nicht hilfreich. Führungskompetenz sieht anders aus.

 

copyrith photo.phil (53)

Immer mit der Ruhe!

„Immer mit der Ruhe!“ Diesen Satz dürfen Sie sich gerne einprägen. In vielerlei Hinsicht er beinahe eine Zauberformel. Viele ungute Situationen mit unseren Hunden entstehen durch’s Hudeln. (Für die nicht ÖsterreicherInnen: hudeln bedeutet übereilt und daher mit mangelnder Sorgfalt handeln .) Viel zu viele Dinge machen wir nebenbei, ohne rechte Aufmerksamkeit und ohne Sorgfalt. Drei Sachen zugleich – und nicht eines davon mit vollem Bewusstsein.

 

Mogli entspannt sich

Ich bin im Stress!

„Ich bin im Stress!“ Kennen Sie diesen Satz? Bestimmt! Kaum jemand, der ihn noch nicht verwendet hat. In Zeiten von Facebook & Co scheint es sogar schon zum guten Ton zu gehören, „im Stress“ zu sein. Besonders die Formulierung „ich bin im Stress“ statt „ich habe Stress“ finde ich spannend. Die erweckt bei mir ein Bild, als würde jemand ertrinken im Stress, darin untergehen. Vielleicht ist es ja genau so und wir gehen förmlich unter in all dem Wirbel und dem Zeitdruck in unserem Leben.

 

 

Grenzen contra Leckerchen

Grenzen contra Leckerchen – oder Hirn contra Muskeln

 

Interessanterweise hält sich in manchen Kreisen der Hundewelt ein Gerücht besonders hartnäckig: WattebäuschchenwerferInnen, ClickertrainerInnen und ähnlich sonderbare Exemplare der Gattung HundehalterInnen erziehen ihre Hunde antiautoritär. Oder – so lautet eine viel bemühte Formulierung – sie setzen ihren Hunden keine Grenzen.