Home » Blog » Kritisches

Kategorie: Kritisches

Fast ein Jahr gegen die Angst

Genau so sicher, wie es in jedem Jahr erst Weihnachten wird und dann Silvester, werden immer wieder HundehalterInnen völlig unvorbereitet von diesen Ereignissen getroffen. In jedem Jahr bin ich erneut erstaunt, enttäuscht und entsetzt darüber, wie kurz das Gedächtnis mancher Menschen ist. Verantwortungsbewusste TrainerInnen und TierärztInnen beginnen spätestens im Sommer über Blogs, soziale Medien und andere Verteiler auf Silvester und die damit verbundenen Herausforderungen hinzuweisen. Was immer an Training, Gewöhnung, Desensibilisierung und sonstigen Maßnahmen hilfreich für den verängstigten Hund sein kann, benötigt Zeit. Auch die Gabe von Medikamenten, die unter bestimmten Voraussetzungen durchaus eine Option ist, will gut vorbereitet sein.

 

 

spielende hunde im grünen

Lassen wir die Kirche im Dorf

Was derzeit in Österreich passiert, gleicht zumindest in den Großstädten schon beinahe einer Hexenjagd auf HundehalterInnen. Ausgelöst durch den unüberlegten Novellierungsvorschlag zur Wiener Hundehalterverordnung, eingebracht in grenzenloser Selbstüberschätzung einer Kommunalpolitikerin, die ihrem Hundehass freien Lauf ließ. Selbstüberschätzung deshalb, weil sie es nicht einmal für nötig befunden hat, sich zuvor mit Fachpersonen, deren es in Österreich ja etliche gibt, zusammenzusetzen.

 

Mann mit Hund

Höflichkeit ist Tierschutz

Die Umweltrentabilität der Höflichkeit

 

Wieso dient Höflichkeit dem Tierschutz?! Ich werde Ihnen gerne erläutern, wie ich das meine. Hier geht es sozusagen um die Umwegrentabilität. Also um einen Effekt, der vielleicht nicht sofort auffällt, aber von nachhaltiger Bedeutung ist.

 

Wir und die anderen

 

Wir Hundemenschen sind auf eine breite Akzeptanz durch Nicht-HundehalterInnen angewiesen. Wir leben in Städten und Dörfern, in Siedlungen oder Wohnblocks. Wir spazieren auf öffentlichen Wegen, in Parks und Erholungsgebieten. Wir benutzen öffentliche Verkehrsmittel, gehen ins Kaffeehaus und nehmen unsere Hunde vielleicht sogar mit zur Arbeit.

 

2 Hunde kommunizieren

Fernsehen oder Fortbildung

Es ist wieder einmal überstanden. Die Europatour des amerikanischen TV-Stars hat auch in Österreich Station gemacht – und wir haben es überlebt. Während die Fachwelt massiv gegen die Auftritte des selbsternannten Hundeflüsterers auftritt, hält seine Fangemeinde treu zu ihm. Diskussionen auf Augenhöhe zwischen BefürworterInnen und GegnerInnen gibt es wenige – zumindest nicht im Netz. Da wird sich befetzt, was das Zeug hält, wobei ein gewisser Unterschied in Wortwahl und Umgang mit Grammatik ins Auge springt.

 

 

Natürlich sind Sie der Chef

 

Zwar füllt er die ganz großen Hallen nicht mehr, der Zulauf zu seinen Shows ist aber immer noch groß – erneut gastiert der mexikanische Dogwalker in Österreich. Während ihm die Fans zujubeln und ihn mit Zähnen und Klauen verteidigen, setzen „die anderen“ auf Aufklärung. Die Aktion „Tausche Ticket gegen Training“, die bereits 2014 und 2017 für Aufmerksamkeit gesorgt hat, geht in die 3. Runde. Im Rahmen der Initiative für gewaltfreies Hundetraining, treten BloggerInnen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz erneut zu einer Blogparade an. Auch dieser Blogartikel ist Teil der Blogparade, der Startschuss dazu fiel hier.

 

Natürlich sind sie der Chef.

Aber müssen Sie deshalb ein Ekel sein?

 

Völlig richtig, jedes Schiff hat einen Kapitän! In unserer Welt mit all den Menschenregeln und der Menschenlogik wird es tatsächlich nur so funktionieren, dass im Mensch-Hund-Gespann Sie die Vorgaben machen. Ist das aber gleichbedeutend damit, dass Sie Ihren Hund drangsalieren, bedrohen, einschüchtern – im Pseudo-Fachjargon – “dominieren”? Ich denke nicht.

Bordercollie im Besuchsdienst

Hund im Dienst

Tag des Blindenhundes

Am 29. Jänner ist der Tag des Blindenhundes. Anlass genug, über Assistenz-, Besuchs- und Therapiehunde bzw. deren Ausbildung nachzudenken. Es scheint mir fast schon ein wenig trendy zu sein, einen Therapiehund oder zumindest einen Besuchshund zu führen. Und wo Trends sind, gibt es auch sofort Anbieter, die diesen Markt bedienen. Zurzeit schießen Ausbildungsstätten für Therapie- und Besuchsdiensthunde wie Schwammerl aus dem Boden. Aufgehübscht durch fantasievolle Zertifikate, oft kryptisch formuliert, was die dahinterstehende Philosophie betrifft, werden da unterschiedlichste Ausbildungen angeboten, zum Teil zu horrenden Preisen und mit unklaren Ausbildungszielen.

 

 

schlafende Welpen

Mama, ich möchte einen Hund

„Mama, ich möchte einen Hund!“

Dieser Satz steht am Anfang mancher häuslichen Katastrophe. Was man sich so nett gedacht hat, sieht im Alltag völlig anders aus. Sei es, dass man den Arbeitsaufwand unterschätzt oder aber auch, dass man zu wenig darüber nachgedacht hat. Auch Hunde haben Bedürfnisse und als HundehalterIn ist man nicht nur für Ernährung, Schlafplatz und Ausgang zuständig.

 

 

Welpe mit Mama c)schuesu

Kein Welpe unterm Weihnachtsbaum

Seien Sie ehrlich!

Bitte prüfen Sie einige Punkte sehr kritisch, bevor Sie sich entscheiden, Ihr Leben mit einem Hund zu teilen. Stellen Sie sich zum Beispiel die folgenden Fragen:

 

  • Wie steht’s mit Ihrem Sauberkeitsbedürfnis?
  • Sind Sie bereit, bei jedem Wetter mit dem Hund spazieren zu gehen und Ihre Kleidung, Ihr Schuhwerk etc. darauf abzustimmen?
  • Macht es Sie verrückt, wenn das neue Auto voller Haare und Schlammspritzer ist?
  • Passt Ihre Art der Freizeitgestaltung zu den Bedürfnissen eines Hundes?
  • Wenn nicht, sind Sie bereit, auf Ihr geliebtes Hobby zugunsten des Vierbeiners zu verzichten?
  • Werden Sie auch in 10 Jahren noch Freude an Ihrem Gefährten haben, auch wenn er dann vielleicht krank und nicht mehr so attraktiv ist?
  • Sind Sie bereit, Zeit, Hirnschmalz und Geld in die Erziehung Ihrer Fellnase zu investieren. Den Sachkundenachweis in Salzburg z.B. sollten Sie bereits VOR Einzug Ihres neuen Gefährten absolvieren.
Hund im Arm c)Susi Schützinger

Die Magie der Sprache

Ich liebe Sprachen, ich mag es mit Worten zu spielen und mit Bedacht auch Begriffe zu verwenden, die vielleicht nicht (mehr) allzu üblich sind. Ich mag Feinheiten und freue mich über pointierten Sprachwitz. „Sprechdenken“ ist mir sehr wichtig, weil die Sprache mir hilft, meine Gedanken zu sortieren.

Worte sind für mich sichtbar – oder besser – hörbar gemachte Gedanken. Und dadurch, dass Gedanken hörbar gemacht werden, sozusagen manifestiert, bekommen sie Kraft und Nachdruck. Und damit werden auch die Emotionen, die dazu gehören, kräftiger und nachdrücklicher. Sind es fiese Gedanken, dann folgen fiese Emotionen, sind es schöne Gedanken, dann folgen angenehme Emotionen.