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Kategorie: Positive Bestärkung

weißer hund legt kopf auf tuch

Mein Hund kann!

Am Beginn eines Gruppenkurses lade ich alle TeilnehmerInnen ein, sich kurz vorzustellen. Ich frage nach den Namen von Mensch und Hund, den Erwartungen an den Kurs, und vor allem bitte ich um Beantwortung der Frage: „Was kann Ihr Hund besonders gut?“

 

Als ich vor Jahren damit begonnen habe, diese Frage zu stellen, geschah das natürlich aus bestimmten Überlegungen heraus. Wie schwer den HundehalterInnen die Antwort auf diese Frage tatsächlich fällt, war mir in diesem Ausmaß nicht klar. Und so ist es mir besonders wichtig, sie wieder und wieder zu stellen.

 

 

Hundeopa beim Seminar

Was Hänschen nicht lernt

Vergangene Woche bekam ich einen Anruf. Nach einer wortreichen Schilderung der jüngsten Vorfälle, kam die Frage: „Der Hund ist aber schon 8 Jahre alt. Kann der das überhaupt noch lernen?“

 

Im ersten Moment habe ich geschmunzelt. Der Anrufer war der Stimme nach selbst auch schon „knapp“ aus dem Schulalter raus. Allerdings war schnell klar, dass der Hundehalter seine Frage ernst gemeint hatte und wirklich in Sorge war, sein Hund könnte zu alt sein, um etwas Neues zu lernen und sich weiterzuentwickeln.

 

 

2 Hunde kommunizieren

Fernsehen oder Fortbildung

Es ist wieder einmal überstanden. Die Europatour des amerikanischen TV-Stars hat auch in Österreich Station gemacht – und wir haben es überlebt. Während die Fachwelt massiv gegen die Auftritte des selbsternannten Hundeflüsterers auftritt, hält seine Fangemeinde treu zu ihm. Diskussionen auf Augenhöhe zwischen BefürworterInnen und GegnerInnen gibt es wenige – zumindest nicht im Netz. Da wird sich befetzt, was das Zeug hält, wobei ein gewisser Unterschied in Wortwahl und Umgang mit Grammatik ins Auge springt.

 

 

borderterrier mit schweinsohr c)schuesu

Zeit zum Heranwachsen

Über die Bedeutung der Sozialisierungsphase liest und hört man ja genug. Was so ein kleines Hunderl nicht alles kennenlernen muss. In der Praxis besteht allerdings die Gefahr, dass statt einer sensiblen Sozialisierung eine völlige Überforderung des Welpen stattfindet. Wie schon im letzten Blogartikel erwähnt, geht es meiner Meinung nach viel mehr darum, in diesem Lebensabschnitt dafür zu sorgen, dass Ihr Welpe ein positives Weltbild entwickelt und vertrauensvoll und mit gesunder Neugierde hinaus ins Leben geht.

Welpe sucht Schutz

Was Ihr Welpe wirklich lernen muss

Wenn ein Welpe einzieht, ist nichts mehr wie es vorher war. Selbst wenn Sie davor schon Hunde hatten, ein Welpe verändert alles. Schon die Vorfreude ist etwas ganz Besonderes, die Vorbereitungen auf den Tag X und die Pläne und Ideen, was man alles mit dem Hundebaby unternehmen wird. Nicht zu vergessen: das Einkaufen für das Hundekind! Und dann ist er da, der Fellzwerg, und stellt erst einmal alles auf den Kopf. Was für eine aufregende Zeit!

Hund im Arm c)Susi Schützinger

Die Magie der Sprache

Ich liebe Sprachen, ich mag es mit Worten zu spielen und mit Bedacht auch Begriffe zu verwenden, die vielleicht nicht (mehr) allzu üblich sind. Ich mag Feinheiten und freue mich über pointierten Sprachwitz. „Sprechdenken“ ist mir sehr wichtig, weil die Sprache mir hilft, meine Gedanken zu sortieren.

Worte sind für mich sichtbar – oder besser – hörbar gemachte Gedanken. Und dadurch, dass Gedanken hörbar gemacht werden, sozusagen manifestiert, bekommen sie Kraft und Nachdruck. Und damit werden auch die Emotionen, die dazu gehören, kräftiger und nachdrücklicher. Sind es fiese Gedanken, dann folgen fiese Emotionen, sind es schöne Gedanken, dann folgen angenehme Emotionen.

Kind und Hund in der Badewanne

Kind und Hund, Sicherheit geht vor

Sicherheit geht vor! Und zwar die Sicherheit aller Beteiligten. Kinder, Erwachsene, Hund, Meerschweinchen… Dazu gehören Planung, Management, gute Beobachtung und Einschätzung und natürlich Training. Ja, und Geduld ist ebenfalls notwendig, denn gutes Training braucht auch Zeit!

 

Training in der Schwangerschaft

Wenn Sie ein Baby erwarten, dann nützen Sie die Zeit bis zur Ankunft des neuen Familienmitglieds, um die genannten und vielleicht einige weiteren Verhaltensweisen mit Ihrem Hund zu erarbeiten.

 

Kind und Hund, Idylle oder Chaos

Idylle oder Chaos – das ist hier die Frage

Kind und Hund tollen unbefangen und fröhlich über eine bunte Sommerwiese. Ein Bild voller Harmonie und Lebensfreude! So stellen wir uns den Freizeitspaß von Kindern und Hunden vor. Der Alltag sieht leider oft anders aus, viele Hunde dürfen nicht in ihrer Familie bleiben, wenn ein Baby kommt. Andere werden – zwar vielleicht schweren Herzens aber doch – zu einem späteren Zeitpunkt abgegeben, meist nach einem oder mehreren unangenehmen Zwischenfällen.

 

struppeiger hund mit rotem Halstuch liegt auf der Seite

Schreckgespenst „Lebenslang belohnen“

„Geduld bringt Rosen“

so lautet ein alter Sinnspruch. Und der bewahrheitet sich – gerade auch im Zusammenhang mit unseren Hunden. Um Gelerntes zur Perfektion zu bringen, braucht es viele Wiederholungen. Ein Musiker beispielsweise, der ein Musikstück vortragen möchte, muss es oft und oft üben, bis die Finger sozusagen von alleine die richtigen Bewegungen machen, richtig greifen, streichen oder anschlagen. Es sind viel  Durchhaltevermögen und Motivation nötig, um dran zu bleiben.

 

mogli c) knowwau

Strafen schafft Probleme – keine Lösungen

Strafen schafft Probleme – keine Lösungen

Wir schreiben das Jahr 2017, es gibt Montessori-Pädagogik, Waldpädagogik, Steiner-Schulen und was weiß ich was an alternativen Konzepten. Wir haben die antiautoritäre Erziehung überlebt und noch nie in der Geschichte der Menschheit wussten wir so viel darüber, wie Lernen funktioniert und wie Verhalten entsteht. Dennoch ist gerade in der Hundeerziehung der Einsatz von Strafen immer noch – oder leider wieder – weit verbreitet. Dabei ist das ein Paradoxon in sich: Erziehung bedeutet Lernen. Lernen und Strafe aber vertragen sich überhaupt nicht.