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Schlagwort: Verstärker

weißer hund legt kopf auf tuch

Mein Hund kann!

Am Beginn eines Gruppenkurses lade ich alle TeilnehmerInnen ein, sich kurz vorzustellen. Ich frage nach den Namen von Mensch und Hund, den Erwartungen an den Kurs, und vor allem bitte ich um Beantwortung der Frage: „Was kann Ihr Hund besonders gut?“

 

Als ich vor Jahren damit begonnen habe, diese Frage zu stellen, geschah das natürlich aus bestimmten Überlegungen heraus. Wie schwer den HundehalterInnen die Antwort auf diese Frage tatsächlich fällt, war mir in diesem Ausmaß nicht klar. Und so ist es mir besonders wichtig, sie wieder und wieder zu stellen.

 

 

Handtarget für Gelenkige c) chr.moesl

Fürs Leben lernen

Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir! Haben Sie den Spruch auch noch im Ohr?

Auch beim Hundetraining geht es um das echte Leben. Denn auch das, was Sie mit Ihrem  Hund erarbeiten, möchten Sie schließlich in Ihrem ganz normalen Alltag verwenden. Aber bevor Sie soweit sind, ist es sinnvoll, zunächst einmal in einem geschützten = kontrollierbaren Bereich zu bleiben. Natürlich kann man auch einfach so drauflos trainieren, in der Regel bewähren sich aber ein paar Vorüberlegungen und ein wenig Vorbereitung.

 

Futterbelohnung

Liebe geht durch den Magen

Schon der Volksmund weiß: Liebe geht durch den Magen. Bei Hunden und bei Menschen.

Manchmal geht es mir richtig auf den Geist: Wie oft muss ich mich eigentlich noch dafür rechtfertigen, dass ich gerne mit Futterbelohnung arbeite. Es wäre doch langsam an der Zeit, dass sich diejenigen rechtfertigen, die noch immer mit Leinenruck, Dominanztheorie und Alpharolle arbeiten!

 

mensch hund computer

Missverständnisse in der Hundeerziehung

Es waren einmal:

  • ein guter Artikel darüber, wie Lernen funktioniert
  • eine x-beliebige Hundegruppe im Internet
  • einige weit verbreitete Missverständnisse

 “ Die Sprache ist die Quelle aller Missverständnisse.“ Antoine de Saint-Exupery

Es handelte sich um einen Artikel aus der Feder einer bekannten Trainerin, die für modernes und belohnungsbasiertes Training eintritt. Erklärt wurde, wie Hunde gut bzw. nachhaltig lernen können und unter welchen Voraussetzungen Lernen nicht (mehr) stattfinden kann. Die richtige Lernatmosphäre wurde erläutert, was generalisieren bedeutet und wie der Hund durch die Konsequenz auf sein Verhalten lernt. Und warum belohnen unbedingt dazu gehört.

Dieser Artikel wurde in einer Hundegruppe auf FB zur Diskussion gestellt. Und schon haben wir das erste der angekündigten Missverständnisse – oder sogar zwei: „…da muss ich ja immer eine Belohnung parat haben, sonst tut der Hund ja nicht das, was ich möchte.“

 

Malteser im Korb

Die Kraft von Ritualen

Die Kraft von Ritualen

Rituale strukturieren, schaffen Fixpunkte und geben Sicherheit. Es gibt in unserem Leben Rituale für die großen und bedeutsamen Ereignisse, für die Taufe zum Beispiel, für die Heirat und auch für die Beerdigung. Es gibt Rituale, die das Jahr strukturieren und mit Festlichkeiten und Zeremonien verbunden sind: Ostern, Weihnachten, Neujahr, Pessach, Ramadan und Halloween, um nur einige zu nennen. Und es gibt die vielen kleinen Rituale im Alltag, die dafür sorgen, dass der eine morgens barfuß zum Briefkasten springt, um seine Zeitung zu holen, während ein anderer als erste Handlung des Tages schlaftrunken den Knopf seiner Kaffeemaschine drückt. Überlegen Sie, wie viele solcher Rituale und Gebräuche es in Ihrem Leben gibt, im Tagesverlauf oder auch in ganz bestimmten Situationen. Manche davon haben wir uns freiwillig und bewusst angeeignet, andere waren vorgegeben oder haben sich ganz nebenbei entwickelt. An Ihrem Arbeitsplatz, in der Familie Ihres Partners, im Sportverein wird es Rituale geben, die neu für Sie sind und an die Sie sich gewöhnen (müssen). Und nach einiger Zeit, fällt es ihnen gar nicht mehr auf und Sie haben sich dieses neue Ritual, diese neue Norm einverleibt.

belohnungshappen

Warum Wattebauschwerfen Unsinn ist

Im Allgemeinen wird „Wattebauschwerfen“ als Synonym für eine Art von Hundeerziehung verwendet, bei der die Menschen mit ihren Hunden auf freundliche und verständnisvolle Art umgehen. Und das ist doch ganz wundervoll! Dass „WattebauschwerferIn“ von manchen Zeitgenossen als Ausdruck der Geringschätzung verwendet wird, liegt also eher an der individuellen Bewertung eines freundlichen Umgangs mit dem Hund, sprich daran, dass manche Menschen Freundlichkeit und Kooperation mit Inkompetenz und mangelnder Konsequenz gleichsetzen. „Wattebauschwerfer sind Weicheier!“ – oder so!

 

 

pointer mit suchtonne

Von richtig guten Belohnungen

Von richtig guten Belohnungen und solchen, die nur gut gemeint sind

Nach vielen Jahren, in denen Hundetraining (das ja, wie wir wissen, eigentlich Menschentraining ist) ein ziemlich einsames Geschäft war, bei dem jeder/jede für sich für sich alleine stand, scheint die Branche langsam umzudenken.

 

Netzwerken ist angesagt

Der Austausch mit KollegInnen, die in unterschiedlicher Weise mit Hunden und ihren Menschen arbeiten, ist für mich sehr wichtig. Und so habe ich mich riesig über die Einladung gefreut, einen Gastartikel für den Barf-Blog von Ute Wadehn zu schreiben: „Vom richtigen Belohnen“